Bastheim

Der Aubach soll endlich renaturiert werden

(eh) Mit Unverständnis reagierten die meisten Gemeinderäte von Bastheim auf die angekündigte Erhöhung der Umlage für den Kreistierschutzverein Bad Kissingen als Träger des Tierheims Wannigsmühle. Die Einrichtung klagt über ständig steigende Kosten für die Unterbringung der Fundtiere und möchte daher die Pauschale von 40 auf 60 Cent je Einwohner pro Jahr erhöhen. Die Verwaltung hatte ausgerechnet, dass der Vorschlag einer Steigerung von 1100 Prozent seit dem Jahr 2000 entspreche.
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(eh) Mit Unverständnis reagierten die meisten Gemeinderäte von Bastheim auf die angekündigte Erhöhung der Umlage für den Kreistierschutzverein Bad Kissingen als Träger des Tierheims Wannigsmühle. Die Einrichtung klagt über ständig steigende Kosten für die Unterbringung der Fundtiere und möchte daher die Pauschale von 40 auf 60 Cent je Einwohner pro Jahr erhöhen. Die Verwaltung hatte ausgerechnet, dass der Vorschlag einer Steigerung von 1100 Prozent seit dem Jahr 2000 entspreche.

Vor allem Stefan Seufert wehrte sich gegen das Anliegen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass im Vorjahr gerade einmal drei Katzen aus Bastheim im Tierheim abgegeben worden sind, wie aus einer Statistik der Einrichtung hervorging. „Die drei Tiere könnte man auch im Dorf unterbringen“, schlug er vor und erklärte sich sogar selbst dazu bereit, ein Tier aufzunehmen. Mit seinem Einspruch erreichte er jedenfalls, dass eine Entscheidung zurückgestellt wurde, bis eine Kostenkalkulation des Tierheims vorgelegt wird.

Nachdem in Reyersbach derzeit die Alte Schule generalüberholt wird, soll nun auch der Aubach auf Vordermann gebracht werden. Bürgermeisterin Anja Seufert verkündete, dass vom Amt für ländliche Entwicklung eine Förderzusage eingegangen ist. Für das Vorhaben soll eine Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft von Reyersbach abgeschlossen werden, in der etwa je zur Hälfte die Gesamtkosten von 115 000 Euro von der Gemeinde und von der Würzburger Behörde getragen werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich noch im Winter oder spätestens im Frühjahr vorgenommen werden.

Kritisch gingen einige Mandatsträger mit der geplanten Abstufung einiger Gemeindeverbindungsstraßen zu Ortsstraßen ins Gericht. Eine Umstufung bedeute den Verlust von Unterhaltszuschüssen, erklärte die Bürgermeisterin, die aber auch andeutete, dass sie bei dem Vorhaben von Seiten des Landratsamts einem gewissen Druck ausgesetzt sei. Sie erklärte aber auch, dass andere Wege heraufgestuft würden, so dass unterm Strich in etwa frühere Verhältnisse herrschen.

Mehrere Räte gaben aber zu Bedenken, dass einige der vorgeschlagenen Straßen relativ stark genutzt werden und eine Abstufung ihrer Ansicht nach nicht angebracht sei. Daher wollten sie einzeln über die Vorschläge abstimmen lassen. Doch mit ihrem Einwand konnten sie sich nicht durchsetzen, so dass das Gesamtpaket der Vorschläge mit zehn Straßen am Ende mit vier Gegenstimmen befürwortet wurde.

Die nachträgliche Zustimmung sicherte sich Anja Seufert für die Vergabe von Arbeiten an der Schulturnhalle. Die Firma Reinhart in Wollbach übernimmt den Einbau von Holzfenstern für 57 000 Euro. Kunststofffenster habe die Regierung ausdrücklich nicht gewünscht, erklärte die Bürgermeisterin auf Nachfrage. Die Fliesenarbeiten übernimmt die Unslebener Firma Keramik und Stein für knapp 9000 Euro. Der Bürgermeisterin war zugesagt worden, dass ab dem 30. November der neue Boden verlegt wird. Bis Weihnachten soll dann die Sportstätte wieder zur Verfügung stehen, bekräftigte sie – was allerdings mehrere Räte mit skeptischen Blicken zur Kenntnis nahmen.

Ebenfalls im Nachhinein stimmte das Gremium außerplanmäßigen Ausgaben zu, die meist im Zusammenhang mit Straßenbaumaßnahmen der Firma Johannes Bau anfielen. Befürwortet wurde auch die Rückzahlung von zu viel entrichteter Mehrwertsteuer, die auf Beiträge für das Verlegen von Hausanschlüssen aufgeschlagen worden sind. Das Vorhaben betrifft Rechnungen ab Mitte 2000. Die Rückzahlung erfolgt auf Antrag, erklärte Kämmerer Klaus-Dieter Hahn.

20.11.2009, 14:18 Uhr von
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