Rödelmaier

Grellgelbe Fahne stoppt Grells Jubel

Fussball (rsp) Bezirksoberliga TSV Bad Königshofen – SV Rödelmaier 2:1 (2:1) Vor dem Derby zeigten beide Vereine Eintracht: Zuerst einigte man sich darauf, das Spiel auf Samstag vorzuverlegen, dann wegen Unbespielbarkeit des Bad Königshöfer Platzes kurzfristig auf einen
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Bezirksoberliga TSV Bad Königshofen – SV Rödelmaier 2:1 (2:1)

Vor dem Derby zeigten beide Vereine Eintracht: Zuerst einigte man sich darauf, das Spiel auf Samstag vorzuverlegen, dann wegen Unbespielbarkeit des Bad Königshöfer Platzes kurzfristig auf einen Tausch des Heimrechts. Bestes Einvernehmen auch nach dem Spiel. Unterm Strich war der Sieg der Gastgeber, besonders wegen der Szene Sekunden vor dem Abpfiff, glücklich, aber verdient. Auch, weil Rödelmaier die erste Halbzeit mit größerer Dominanz Gegner und Spiel beherrschte und einen größeren Vorsprung als ein 2:1 hätte erzielen müssen – während die zweite Hälfte klar den Gästen gehörte, mit weniger und qualitativ geringeren Einschussmöglichkeiten.

Glücklich deshalb, weil den Königshöfern in der dritten Nachspielminute ein Tor aberkannt wurde, wobei Schiedsrichter, Linienrichter, Spieler und Betreuer auf beiden Seiten nicht so recht wussten warum. Von Abseits war die Rede und von Aufstützen. SVR-Trainer Joseph Francic hatte „überhaupt nichts gesehen.“ TSV-Stürmer Julian Grell, der nach dem ersten Versuch von Lukas Harich den Ball mit dem Kopf ins Dreieck gewuchtet hatte, konnte sich ebenfalls keinen Reim drauf machen, meinte nur: „Daheim kriegst du so ein Tor nicht weggenommen.“

Insgesamt zeigten beide Mannschaften je zwei Gesichter. Die Gastgeber im ersten Abschnitt vielleicht ihre beste erste Halbzeit dieser Saison, in der sie den Gästen fast die Luft zum Atmen nahmen, so bissig, aggressiv und in höchstem Grad motiviert gingen sie zu Werke. Und versäumten dabei, vorzeitig den Sack zuzumachen, was sich am Ende beinahe gerächt hätte. In der 22. Minute ging der SVR in Führung: Nach einer abgewehrten Ecke zog Christian Hofgesang von knapp hinter der Strafraumgrenze volley ab zum 1:0. Frank Mauer bereinigte später einen Gehweiler-Schuss auf der Linie (30.) und ein Kopfball von Johannes Frank landete an der Latte (39.), weshalb der Ausgleich wie aus heiterem Himmel fiel: Durch Elfmeter nach Foul von Sergej Schmidt an Julian Grell, verwandelt von Alexander Sarwanidi.

Doch postwendend das 2:1 – Sebastian Schmitt war zum Abstauben nach einem abgewehrten Freistoß zur Stelle. Die zweite Halbzeit stand unter umgekehrten Vorzeichen, wenn auch nicht so krassem Unterschied in den Vorteilen. Rödelmaier kam nur noch zu gelegentlichen Kontern, sah sich ansonsten einem wie umgewandelt auftretenden TSV gegenüber. „Wir haben nicht mehr so gepflegt nach vorne gespielt, wurden immer nervöser“, kritisierte Francic. Zu ähnlich klaren Strafraumszenen wie der SV in der ersten Halbzeit kam der TSV aber nicht, bis in die Schlussminute, in der der Schiedsrichterassistent beim Freistoß von Daniel Blau und dem Tor von Grell seine grellgelbe Fahne hob. „Wir hätten vielleicht ein Unentschieden verdient gehabt. Aber dieses nicht gegebene Tor hat zu diesem Spiel gepasst“, gab TSV-Spielertrainer Frank Mauer zu Protokoll.

Tore: 1:0 Christian Hofgesang (22.), 1:1 Alexander Sarwanidi (43., Foulelfmeter), 2:1 Sebastian Schmitt (45.). Schiedsrichter: Burkard (Schleerieth). Zuschauer: 150.

08.11.2009, 20:03 Uhr von
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