Gemeinde erweitert ihr Wohngebiet
(ewie) Da die letzte Änderung zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Willmars rund 15 Jahre zurückliegt, ist die Gemeinde angehalten, eine Überarbeitung vorzunehmen.
Die Bürgervertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung geringfügige Erweiterungen des Wohngebiets in Willmars im Bereich des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens Barthelmes sowie in Filke im Bereich Lindenstraße und zwischen Ober- und Unterfilke eingeplant. Zuerst sollen die Bürger beteiligt werden. Sie haben die Möglichkeit, bis 31. Januar 2010 Eingaben zu machen. Danach werden im Zuge der Auslegung die Träger öffentlicher Belange angehört.
In den Kirchen in Willmars und Völkershausen mussten Holzschutzmaßnahmen durchgeführt werden. Für die Finanzierung der Gesamtkosten in Höhe von 24 000 Euro erhält die evangelische Kirchengemeinde vom Dekanat, vom Amt für Denkmalpflege und von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken Zuschüsse. Für die politische Gemeinde liegt keine rechtliche Baulast vor, sie wird sich auf Beschluss des Gemeinderats aber mit einem freiwilligen Zuschuss von 800 Euro beteiligen.
Auch Babys in der „Flohkiste“
Im Kindergarten „Flohkiste“ sollen auch Babys und Kinder unter drei Jahren betreut werden können. Vorgesehen sind fünf Betreuungsplätze. Der Diakonieverein als Träger hat dafür kleinere Umbaumaßnahmen durchgeführt sowie Anschaffungen getätigt und nun die Gemeinde um finanzielle Unterstützung ersucht. Da die Gesamtkosten mit 6300 Euro unter dem förderfähigen Betrag von 10 000 Euro liegen, gibt es keinen Zuschuss durch die Regierung.
Wie Bürgermeister Reimund Voß erklärte, könnte die Diakonie aber ein spezielles Programm nutzen, das eine Förderung von 1250 Euro pro Betreuungsplatz vorsieht. Für die Beantragung muss eine Befürwortung des Kreisjugendamts als Fachaufsicht vorliegen. Das Gemeindegremium kam überein, dem Diakonieverein zu empfehlen, sich diesbezüglich mit dem Amt in Verbindung zu setzen. Über den Zuschuss der Gemeinde soll zu einem späteren Zeitpunkt noch entschieden werden.
Der Winter steht vor der Tür und für den Bauhof wird ein neues Salzstreugerät benötigt. Das Ratskollegium sprach sich für die Anschaffung eines neuen Geräts aus, ein Vorführmodel zu einem Preis von 3600 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
Energiesparen ist auch für die Gemeinde Willmars ein wichtiges Thema. „Wir haben rund ein Dutzend gemeindliche Liegenschaften, an vielen Stellen ist Verbesserung angebracht“, so Bürgermeister Reimund Voß, der einige Beispiele auflistete. Die Ratsleute schlossen sich dem Vorschlag des Gemeindechefs an und erachteten die Teilnahme an dem im Biosphärenreservat Rhön im Rahmen eines EU-Förderprogramms angebotenem Energiesparkonzept als sinnvoll. Dabei werden von fachlicher Seite Gutachten zum Energieverbrauch der Gebäude und mögliche Einsparpotentiale sowie über die in Betracht kommenden Maßnahmen erstellt.
Gemeinde will Energie sparen
Die Bürgervertreter erhoffen sich hilfreiche Anregungen, um nachhaltig Energie einzusparen. Für das Gesamtkonzept gibt es eine staatliche Förderung von 85 Prozent, so dass die Ausgaben für die Gemeinde laut Voß bei etwa 8000 Euro liegen dürften.
Wie das Gemeindeoberhaupt feststellte, gehen die Sanierungsarbeiten am Rathausanbau gut voran, derzeit werden Isolierungsarbeiten am Dach vorgenommen.
Heuer wird keine Bürgerversammlung mehr stattfinden. Die Räte waren sich einig, bis zum Frühjahr zu warten. Die Termine werden noch festgelegt.
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